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Griechenland - Ein Land von Gegensätzen. Ein Land voller Naturwunder - Berge kilometerhoch, neben Stränden, die sich kilometerweit oder in Buchten dahinstrecken. Verträumte Bergdörfer mit Eseln als Fortbewegungsmittel neben gassa5Großstädten mit Flair. Schmackhaftes Essen, Weine, ob lieblich oder herb in der kleinen Taverne serviert neben dem Schnellrestaurant mit Giros-Pita und einer Dose Cola. Undurchdringliche Ruhe in den Wäldern Thessaliens und Makedoniens, durchfurcht mit lauten Städten wie Thessaloniki, Larissa oder Trikala mit Verkehrslärm und Gestank. Alles ist möglich in Griechenland. Für jeden etwas und das nicht nur während der Saison.


Griechenland - Land mit scheinbar niemals endenter Vergangenheit. Allgegenwärtig sind die Trümmer und Bauten der Antike. Diogenes, Aristoteles, Olymp, Korinth, Delphi und Marathon. In Griechenland lebt die Antike weiter, auch wenn sich das Geschäft mit ihr dank der Touristen lohnt. In diesem Land wurde aber auch andere Geschichte geschrieben. Die deutsche Wehrmacht überfiel das Land und tauchte es in Blut und Tränen. Später rissen die Obristen, die faschistischen Generäle die Macht in Griechenland an sich, um demokratische Entwicklungen zu verhindern. Davon sieht man in Griechenland heute nur wenig, und es ist schwierig, lebende oder stumme Zeugen dieser Zeit zu finden. Denn die Touristen wollen sich mit der Akropokis und mit Ikarus identifizieren und nicht mit ihrer eigenen jüngsten Geschichte.


Sprache

Die Verständigung in Griechenland klappt ganz gut. Oft wird Deutsch gesprochen, ob man das will oder nicht. Englisch ist ebenso verbreitet. Wer allerdings ein paar Brocken Griechisch über die Lippen bringt, zaubert dennoch ein Lächeln in das grimmige Gesicht mancher alter Griechinnen und Griechen. Folgende Worte sollte man können, bevor man dorthin fährt.

Kalimera - Guten Morgen, Guten Tag

Kalispera - Guten Abend

Efcharistó - Danke (Betonung auf der letzten Silbe)

Parakalo - Bitte

Ne - Ja

Òchi - Nein (erste Silbe)

En taxi - in Ordnung


Verkehr und Auto

piste5Die Straßen Griechenlands sind größtenteils in Ordnung, aber keinesfalls gut. Straßenkarten, egal welcher Herkunft sollte man gleich vergessen, die Fahrbahnbeschaffenheit ist immer anders als beschrieben. Gebührenpflichtige Autobahnen existieren auch, aber sie verdienen nicht den Namen, weil es keine Autobahnen im herkömmlichen Sinne und auch die Gebühren sehr niedrig sind. Eine Ausnahme ist die Verbindung von Athen nach Thessaloniki, die durch EU-Gelder nach Europa-Standart gebaut wurde. In der Routenbeschreibung wird dann auf die verschiedenen Straßen hingewiesen. Grundsätzlich gilt: Niemals zu nahe an den Rand fahren. Die Straßendecken in Griechenland werden einfach aufgetragen, das Bankett ist nicht befestigt. 10 -20 cm tiefe Banketts sind durchaus normal. An den Küstenstraßen sind nicht alle Abgründe gesichert. Je nachdem wie Geld da war sind Leitplanken, Mauern, Steine oder eben gar nichts zur Absturzsicherung da. Auf allen Straßen mit Standstreifen wird dieser genutzt, um von hinten schnell herannahenden Fahrzeugen kurzzeitig Platz zu machen.


Camping

Campingplätze sind in Griechenland meist gut ausgebaut und ausreichend versorgt. Man sollte aber nicht auf den aktuellen Campingführer verzichten. Je besser der Platz desto teurer ist er. Auch die Nähe zu Touristenzentren und der Anteil Deutscher Urlauber ist ein Kostenfaktor.

 kafenion5Wildcampen ist in Griechenland offiziell verboten. Inoffiziell wird oft ein Auge zugedrückt. Wenn doch mal die Polizei kommt sind ca 10 Euro fällig und man muß am nächsten Tag verschwinden. Auf alle Fälle billiger als der Campingplatz. Und manche Ortschaft hat sich schon auf diese Campingfreunde eingestellt, mit Duschen, Toiletten und Strandbars. In letzter Zeit wurde ein härteres Durchgreifen der Polizei beobachtet. Zumindest in Nordgriechenland.

 

Ferienwohnungen, Studios & Co

Unterkünfte in Häusern gibt es wie den Sand am Meer. In der Mehrzahl sind es leider lieblose Zimmerchen mit dürftiger Ausstattung. Daher ist es ratsam, sich das Objekt genauer anzusehen. Insbesondere wenn eine Kochgelegenheit gewünscht ist. Schmutz an den Tellern oder Reste des Vormieters im Kühlschrank lassen auf nachlässige Reinigung deuten. Wie sieht es aus mit Steckdosen, dem Licht, sind Fliegengitter an den Fenstern usw. Leider gibt es hier - wie überall auf der Welt - Menschen, die im Tourismus das einfache Geld wittern. Die Minderheit achtet auf Sauberkeit und ein wenig Luxus, in denen es den Gästen in den wertvollen Wochen ihres Urlaubs an nichts fehlen soll.

 

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