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Anreise:

Die Anreise erfolgt entweder über Italien oder über die Länder der ehemaligen jugoslawischen Länder. Beide Routen sind weder billig noch gemütlich, aber, was Diebstahl und Nepp betrifft, etwa gleich sicher.

P1010030Über ehemaliges Jugoslawien fährt man am besten über den Grenzübergang Maribour, südlich von Graz. Damit befindet man sich in Slowenien. Die Fahrt geht weiter über Zagreb (Kroatien), Belgrad (Serbien), Nis und Skopie (Mazedonien). Nach etwa 1.700 km (ab Grenze Österreich-Slowenien) ist man auf griechischen Boden. Die Gebühren liegen derzeit bei knapp 250 €, was vor allem daran liegt, dass die deutschen Versicherungen nicht für Schäden in Serbien und Mazedonien aufkommen. Die Länder verlangen deshalb neben dem Visum auch den Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Hauptärgernis sind die langen (und ungewohnten) Wartezeiten an den Grenzen, und da hat man immerhin 6 Stück vor sich, einfach versteht sich.

Die Strecke kann wieder befahren werden. Lesen hierzu meinen Bericht  Autoput  

Alternativ zu Slowenien und Kroatien fährt man auch über Ungarn und Rumänien und dann über Nis und Skopje nach Evzoni (Griechenland). Von Rumänien kann man das ganze dann noch spannender machen, und über Bulgarien einfahren. Allerdings, wer sich schon durch Serbien fürchtet, sollte auf Bulgarien verzichten.

Die andere Route ist die bequemere. Sie führt über Italien und weiter mit der Fähre. Über den Brennerpass angefahren passiert man Bozen, Verona, und dann weiter zum Hafen nach Venedig über Padua, oder über Modena und Bologna und dann weiter, nach Ancona, Bari und Brindisi. Alternativ kann man den Abfahrtshafen Venedig auch über den Tauerntunnel und Udine anfahren kann. Der Vorteil: Die relativ kurze Anfahrt lässt sich locker an einem Tag bezwingen. Der Hafen Triest wird derzeit leider nicht angefahren.

Verschiedenste Anbieter konkurrieren auf dem Fährenmarkt nach Griechenland. Die größten sind ANEK LINES, MINOAN LINES,P1010136 BLUE STAR (ehemals Strintzis Lines) und SUPERFAST FERRIES. Daneben gibt es noch andere wie Ventouris, MyWay oder Medi-Line, die jedoch nur von Bari und Brindisi fahren. Es kommt aber auf den Abfahrtshafen an, wenn man sich über Preise unterhalten möchte. In der Hauptsaison variieren bei Abfahrt in Ancona und Venedig die Preise zwischen 450 und 590 € für 2 Personen (Deckpassage = Camping on Board) und ein Wohnmobil mit 4,5m Länge. In Bari kostet dasselbe schon nur noch zwischen 380 und 450 €. Am billigsten ist es in Brindisi. Dort geht es schon für Preise zwischen 250 und 380 €*. Allerdings sollte man sich unbedingt vorher darauf einstellen: Mehr Kraftstoff und mehr Autobahngebühr. Von Hitze, Stress und Termindruck ganz zu schweigen.

Autobahngebühren: Brenner - Ancona: 28 €, Brenner - Bari: 53 €, Brenner - Brindisi: 55 € (alles cirka-Angaben).

TIPP: Vorher im Reisebüro Fährprospekte kostenlos holen und vergleichen. Buchen und Reservieren lohnt sich unbedingt.

Wichtiger Hinweis:

"Camping an Deck" ist wieder möglich!

Nach einem Brand auf dem Camperdeck auf einer Superfast-Fähre, bei dem Ende 2003 sechs Menschen ums Leben kamen, wurde 2004 das Angebot kurzfristig verboten. Superfast hat dieses Angebot jetzt auch wieder aufgenommen. Minoan, Blue Star und ANEK bieten Camping an Deck zumindest in bestimmten Zeiten an. Ventouris (nur ab Bari) hat sich nie an das Verbot gehalten. Sie ist immerhin die Fährlinie, die Camping an Deck als erste hatte.

 

* Die Fährpreise ändern sich ständig und die genannten Preise sind daher nur als durchschnittliche Anhaltspunkte zu sehen.

 

 

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